Mind the Trap – Bündnis kritischer Kulturpraktiker_innen

„SIE HABEN MICH NICHT NUR NICHT EINGELADEN, ICH WÄRE AUCH NICHT GEKOMMEN.“

 frei nach Joachim Ringelnatz

Deutschland – wie jedes andere Land auch – ist geprägt durch die Vielfalt von kulturellen Einflüssen. Dennoch sind die Kulturinstitutionen, vor allem die öffentlich geförderten “Hochkultureinrichtungen”, nur monokulturell und richten sich oft nur an privilegierte Teile der Gesellschaft.

Worin besteht die strukturelle Diskriminierung in den Kulturinstitutionen? Warum sind es vornehmlich monokulturell sozialisierte Kulturpraktiker_innen, die solche Ausschlüsse produzieren? Welchen Beitrag können kritische Kulturpraktiker_innen leisten, um strukturelle Diskriminierung zu überwinden? Welche Formen von Entwicklungshilfe/ Vermittlungsstrategien sind geeignet, öffentlich geförderte Kulturinstitutionen zu Orten der Selbstrepräsentation von institutionell exkludierten Menschen zu machen?

Wir, ein diverser Zusammenschluss kritischer Kulturpraktiker_innen, wollen mit künstlerischen und wissenschaftlichen Mitteln klassische Kultureinrichtungen zu ihrer Ausrichtung in Bezug auf Rassismus, Sexismus,  Ableismus, und andere Machtstrukturen hinterfragen. Wir wollen Strategien zur Überwindung von Diskriminierung in der Kunst- und Kulturszene entwickeln.
Daher habe wir, das Bündnis kritischer Kulturpraktiker_innen am 9. Januar eine Intervention am Deutschen Theater Berlin durchgeführt.
Im Deutschen Theater Berlin fand am 9. und 10. Januar 2014 eine Fachtagung mit dem Titel „MIND THE GAP! – Zugangsbarrieren zu kulturellen Angeboten und Konzeptionen niedrigschwelliger Kulturvermittlung“ statt, deren Ziel es war, durch Kulturvermittlung „Schwellen […] bei jungen Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund aus nicht westlichen Herkunftsländern, Menschen mit Behinderung und viele[n] Menschen mit geringen Einkünften“ abzubauen und sie für „klassische Kultureinrichtungen“ zu gewinnen. Nicht nur kommt hier ein eurozentristisches, sondern  auch äußerst ein eingeschränktes Verständnis von Kultur („Hochkultur“ versus „kulturfernes“ Publikum)  zum Ausdruck.  Die Diskussion wird  darüber hinaus von weißen Wissenschaftler_innen, Künstler_innen und Kulturschaffenden unter dem weitestgehenden Ausschluss von Repräsentant_innen der aufgelisteten „Gruppen“ durchgeführt.
Hier ist die Intervention:
Im Anschluss haben wir am 10. Januar 2014 eine Pressekonferenz vor dem Deutschen Theater Berlin durchgeführt, bei der wir auf unsere Alternativtagung „Mind the Trap – Vermittlungsstrategien zur Überwindung diskriminierender Strukturen in deutschen Kulturinstitutionen“ hingewiesen haben.: 
Wir werden das Bündnis kritischer Kulturpraktiker_innen weiter ausbauen. Ich werde in näherer Zukunft über unsere Arbeit berichten.
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